Glossar - 0-Z
 

3rd-Party SCSI Copy Command
Das 3rd-Party SCSI Copy Command ist die Vorschrift zur Verwendung des SCSI XCOPY Command, um innerhalb eines Speichernetzes Blöcke von einem Speichergerät auf ein anderes zu kopieren. Dieses Kommando ist beispielsweise Grundlage für das Server-free Backup.

8b/10b-Kodierung
Ein Kodierungsverfahren, das eine Achtbit-Datenbyte-Folge in eine Zehnbit-Übertragungswort-Folge umwandelt, die für eine serielle Übertragung optimiert ist. Die 8b/10b-Kodierung wird beispielsweise verwendet für Fibre Channel, Gigabit-Ethernet sowie InfiniBand.

Active
Eine Active-Konfiguration bezeichnet eine Komponente, die nicht redundant ausgelegt ist.

Active/Active
Eine Active/Active-Konfiguration bezeichnet eine redundant ausgelegte Komponente, wobei im Normalbetrieb beide Teilkomponenten genutzt werden. Man unterscheidet Active/Active-Konfigurationen mit und ohne Load Sharing.

Active/Passive
Eine Active/Passive-Konfiguration bezeichnet eine redundant ausgelegte Komponente, wobei die zweite Komponente im Normalbetrieb nicht genutzt wird (Standby).

Agent
In den Bereichen Speichernetze und Systemverwaltung wird die Client-Software einer Client-Server-Anwendung sehr oft als Agent bezeichnet. Beispielsweise spricht man von dem Backup Agent für einen anwendungsspezifischen Backup-Client in einem Netzwerk-Datensicherungssystem oder dem SNMP Agent für die Verwaltung von Speichergeräten.

AL_PA
Die Arbitrated Loop Physical Address (AL_PA) bezeichnet in einer Fibre Channel Arbitrated Loop die Adresse eines Gerätes (Hostbus-Adapter oder Switch).

Application Server-free Backup
Das Application Server-free Backup bezeichnet die Sicherung von Anwendungsdaten mit Hilfe einer im Disksubsystem erzeugten Instant Copy und eines zweiten Servers, so dass der Anwendungsserver von der Last der Datensicherung befreit wird.

Arbitrated Loop
Eine der drei Fibre-Channel-Topologien. Die beiden anderen sind Point-to-Point und Fabric.

Archive Bit
Das Archive Bit ist ein Bit in den Metadaten für Dateien, mit dessen Hilfe die Realisierung der Incremental-Forever-Strategie beschleunigt werden kann.

Archivierung
Teilfunktion eines Netzwerk-Datensicherungssystems, um den Zustand eines Dateisystems oder den Zustand einer Anwendung zu einem bestimmten Zeitpunkt dauerhaft zu sichern.

Asymmetrische Speichervirtualisierung
Die asymmetrische Speichervirtualisierung ist die Form der Speichervirtualisierung innerhalb eines Speichernetzes, bei der der Datenfluss vom Kontrollfluss getrennt wird. Der Datenfluss verläuft direkt zwischen den Servern und Speichergeräten, während der Kontrollfluss, also die Steuerung der Virtualisierung, durch eine Konfigurationsinstanz außerhalb des Datenpfades verläuft.

Backup
Teilfunktion eines Netzwerk-Datensicherungssystems, um (idealerweise regelmäßig) den aktuellen Zustand eines Dateisystems oder einer Anwendung zu sichern.

Backup Window
Zeitfenster, das für die Sicherung der Daten einer Anwendung besonders günstig ist. Für manche Anwendungen gibt das Backup Window den maximalen Zeitraum vor, der für die Sicherung der Daten zur Verfügung steht.

Binärkodierung
Physikalisches Kodierungsverfahren für die Übertragung von Daten.

Block-Level Incremental Backup
Das Block-Level Incremental Backup beschreibt die Fähigkeit eines Netzwerk-Datensicherungssystems, von Dateien oder von ganzen Dateisystemen nur die Teilbereiche (Blöcke) inkrementell zu sichern, die seit der vorherigen Sicherung verändert wurden.

Blockebene
Dieser Ausdruck bezieht sich auf die physikalischen oder virtuellen Blöcke von Festplatten und Bändern. Beispielsweise spricht man von der Datensicherung auf Blockebene oder der Speichervirtualisierung auf Blockebene.

Blockorientierung
Als blockorientiert bezeichnet man Speichergeräte und I/O-Protokolle, die in Blöcken organisiert sind, beispielsweise Festplatten, SCSI, iSCSI und Fibre Channel FCP. Eine Alternative hierzu ist die Dateiorientierung.

Bluefin
Bluefin ist eine Weiterentwicklung von WBEM und CIM, die speziell auf die Verwaltung von Speichernetzen zugeschnitten ist. Unter anderem soll die standardisierte Verfeinerung der CIM-Klassen die Interoperabilität von Verwaltungssystemen für Speichernetze gewährleisten.

Bus
Physikalisches I/O-Medium mit mehreren Leitungen zur parallelen Signalübertragung.

Cache
Schneller Speicher, in dem Datenzugriffe auf langsameren Speicher gepuffert werden.

Cache-Server
Bezeichnet eine Komponente in einem Netz, die für andere Komponenten Daten zwischenspeichert, um den Verbrauch an Netzkapazität zu reduzieren oder um Zugriffe auf langsameren Speicher abzufedern.

CIFS
Common Internet File System (CIFS), das Netzwerk-Dateisystem von Microsoft für Windows-Betriebssysteme.

CIM
Das Common Information Model (CIM) ist eine objektorientierte Beschreibung von Systemen, Anwendungen, Netzen und Geräten. CIM ist ein wesentlicher Bestandteil des Web Based Enterprise Management (WBEM), ein von der Distributed Management Task Force (DMTF) entwickelter Standard zur Verwaltung von Speichernetzen, der heute als Nachfolger des Simple Network Management Protocol (SNMP) gehandelt wird.

Class 1, Class 2, Class 3
Verschiedene Dienstklassen der Übertragung in einem Fibre-Channel-Netz.

Cluster
Ein Verbund gleichartiger Ressourcen. Der Begriff »Cluster« wird häufig verwendet, ohne ihn genauer zu definieren. Manchmal bezeichnet »Cluster« auch einen einzelnen Knoten eines solchen Verbundes. Deshalb sollte man in Gesprächen immer fragen, was genau mit Cluster gemeint ist.

CMIP
Das Common Management Information Protocol (CMIP) wurde Ende der 80er Jahre als Nachfolger des Simple Network Management Protocol (SNMP) konzipiert. In der Praxis wird CMIP jedoch kaum eingesetzt.

Co-Location
Co-Location beschreibt die Fähigkeit eines Netzwerk-Datensicherungssystems, mehrere inkrementelle Sicherungen eines Servers auf nur wenige Bänder zu schreiben, so dass bei einer Datenwiederherstellung (Restore) die Anzahl der Tape Mounts reduziert wird.

Cold Backup
Cold Backup bezeichnet die Sicherung einer Datenbank, die für die Zeit der Sicherung heruntergefahren wird.

Community Name
Das Simple Network Management Protocol (SNMP) verfügt über keine sicheren Authentifizierungsmechanismen. Stattdessen werden so genannte Community Names eingesetzt. Zwei Komponenten (beispielsweise ein SNMP Agent und ein SNMP-fähiges Verwaltungssystem) können nur dann miteinander kommunizieren, wenn sie mit dem gleichen Community Name konfiguriert sind.

Copy-on-Demand
Copy-on-Demand bezeichnet eine Implementierungsvariante von Instant Copies und Snapshots, bei der Daten der Quelle erst dann kopiert werden, wenn Sie auf der Quelle verändert werden.

Credit
Das Credit-Modell ist ein Verfahren zur Realisierung der Flusskontrolle (Flow Control). Fibre Channel unterscheidet den Buffer-to-Buffer Credit für die Link-Flusskontrolle und den End-to-End Credit für die Flusskontrolle zwischen zwei Endgeräten.

Cut-Through Routing
Cut-Through Routing bezeichnet die Fähigkeit eines Switches, eines Directors oder eines Routers, ankommende Datenpakete bereits weiterzusenden, bevor sie vollständig empfangen worden sind.

DAFS
Das Direct Access File System (DAFS) ist ein Standard für ein Netzwerk-Dateisystem, das auf die Virtual Interface Architecture aufsetzt. DAFS zielt auf den leichtgewichtigen und sehr schnellen Dateizugriff innerhalb eines Rechenzentrums ab.

DAS
Direct Attached Storage (DAS) bezeichnet Speicher, der ohne Speichernetz unmittelbar an einen Server angeschlossen ist, etwa über SCSI oder SSA.

Data Copying
Eine Variante das Data Sharing, bei dem gemeinsam genutzte Daten für verschiedene Anwendungen kopiert werden.

Data Sharing
Bezeichnet die Nutzung gemeinsamer Daten durch mehrere Anwendungen.

Dateiebene
Gegenstand der Bearbeitung sind die Dateien eines Dateisystems. Beispielsweise spricht man von der Datensicherung auf Dateiebene oder der Speichervirtualisierung auf Dateiebene.

Dateiorientierung
Als dateiorientiert bezeichnet man Speichergeräte und I/O-Protokolle, die in Dateien oder Dateifragmenten organisiert sind, beispielsweise NAS-Server, NFS, CIFS und HTTP. Eine Alternative hierzu ist die Blockorientierung.

Director
Ein Director ist ein Switch, dessen Ausfallsicherheit durch redundante Komponenten höher ist als die Ausfallsicherheit eines einfachen Switches.

Discovery
Discovery bezeichnet das automatische Erkennen aller im Speichernetz eingesetzten Ressourcen (Hardware, Netztopologie, Anwendungen).

Disksubsysteme
Ein Disksubsystem ist eine Sammlung von Festplatten, die in einem gemeinsamen Gehäuse installiert sind. Man unterscheidet JBODs, RAID-Systeme und intelligente Disksubsysteme. Die Speicherkapazität eines Disksubsystems liegt zwischen 200 GByte und mehreren Terabyte.

DMI
Das Desktop Management Interface (DMI) ist ein von der Distributed Management Task Force (DMTF) spezifiziertes Protokoll zur Verwaltung von Servern. DMI wird im Vergleich zum Simple Network Management Protocol (SNMP) selten eingesetzt.

DMTF
Die Distributed Management Task Force (DMTF) ist ein Zusammenschluss von Herstellern mit dem Ziel, die Standardisierung zur Verwaltung von IT-Systemen voranzutreiben.

Drei-Schichten-Architektur
Weiterentwicklung der Client-Server-Architektur, bei der Daten, Anwendungen und die Benutzerschnittstelle (User Interface) in verschiedene Schichten getrennt sind.

Dual SAN
Dual SAN bezeichnet die Installation zweier vollkommen voneinander getrennter Speichernetze. Dual SANs haben den Vorteil, dass selbst bei einem schwerwiegenden Fehler in einem Speichernetz (Konfigurationsfehler oder defekter Switch, der das Speichernetz mit korrupten Frames verseucht) die Verbindung über das andere Speichernetz bestehen bleibt.

Element Manager
Der Element Manager ist eine gerätespezifische Verwaltungsschnittstelle, die zu den Out-Band-Schnittstellen gezählt wird. Er wird häufig als GUI oder als Web- Interface realisiert.

Enhanced Shared-Nothing Cluster
Servercluster von bis zu mehreren dutzend Servern. Enhanced Shared-Nothing Cluster können mit Verzögerung auf Belastungsspitzen reagieren.

Emulated Loop
Ermöglicht die Kommunikation zwischen Private Loop Devices einer Fibre Channel Arbitrated Loop mit Geräten in einer Fibre Channel Fabric.

Error Handler
Komponente eines Netzwerk-Datensicherungssystems. Der Error Handler hilft, Fehlermeldungen zu priorisieren, zu filtern und Berichte zu erstellen.

ESCON
Die Enterprise System Connection (ESCON) ist eine serielle I/O-Technik für Großrechner (Mainframes).

Exchange
Ein Exchange bezeichnet eine logische Kommunikationsverbindung zwischen zwei Fibre-Channel-Geräten.

Externer Speicher
Speicher (Festplatten, Bandlaufwerke), der außerhalb des Rechnergehäuses untergebracht ist.

Fabric
Die flexibelste und skalierbarste Topologie der drei Fibre-Channel-Topologien.

Fabric Login (FLOGI)
Fabric Login bezeichnet das Anmelden eines N-Ports in einer Fabric-Topologie. Es etabliert eine Session zwischen dem N-Port und dem gegenüberliegenden F-Port eines Fibre-Channel-Switches.

FC
Abkürzung für Fibre Channel.

FCIA
Die Fibre Channel Industry Association (FCIA) ist ein Zusammenschluss von Herstellern aus dem Umfeld der Fibre-Channel-Technik.

FCIP
Tunneling-Protokoll, das Fibre-Channel-Datenverkehr zwischen zwei Fibre-Channel-Geräten über TCP/IP transportiert.

FCN
Ein Fibre Channel Name (FCN) ist eine 64-Bit-Kennung für eine Fibre-Channel-Komponente, die im Gegensatz zur WWN weltweit nicht eindeutig ist. In der Praxis hat es sich eingebürgert, WWNs und FCNs einfach nur als WWNs zu bezeichnen.

FCP
Das Fibre Channel Protocol (FCP) ist das Protokoll-Mapping, das das SCSI-Protokoll auf die Fibre-Channel-Übertragungstechnik abbildet.

Fiber
Alternative Bezeichnung für Glasfaserkabel oder Lichtwellenleiter (LWL).

Fibre Channel
Eine Technik, mit der sowohl Speicher- als auch Datennetze realisiert werden können. Fibre Channel ist heute die vorherrschende Technik für die Realisierung von Speichernetzen. Man unterscheidet drei Netztopologien: Arbitrated Loop, Fabric und Point-to-Point.

Fibre Channel SAN
Ein Fibre-Channel-Netz, das als Speichernetz eingesetzt wird.

FICON
Fibre Connection (FICON) ist die Abbildung des ESCON Protokolls auf Fibre Channel.

Flusskontrolle
Mechanismus zur Regulierung des Datenstromes zwischen einem Sender und einem Empfänger. Die Flusskontrolle soll sicherstellen, dass der Sender Daten nur so schnell sendet, wie der Empfänger diese verarbeiten kann.

Forward Recovery
Forward Recovery, manchmal auch »Roll Forward« genannt, bezeichnet die Wiederherstellung einer Datenbank mit einer Sicherheitskopie sowie nach der Sicherheitskopie erstellten Archive Logfiles und noch vorhandenen aktiven Logfiles.

Frame
Die Datenpakete, die in einem Fibre-Channel-Netz übertragen werden, heißen Frames.

Hard-Zoning
Bei Hard-Zoning können nur die Endgeräte miteinander kommunizieren, die mindestens in einer gemeinsamen Zone liegen. Hard-Zoning wird oft mit Port-Zoning verwechselt.

HBA
Ein Hostbus-Adapter (HBA) ist eine andere Bezeichnung für eine Adapterkarte, die in einem Server eingebaut wird. Beispiele für Hostbus-Adapter sind SCSI-Controller, Fibre-Channel-Karten und iSCSI-Karten.

HCA
Host Channel Adapter (HCA) bezeichnet die Anschlussstelle eines Servers an ein InfiniBand-Netz.

Hierarchische Speicherverwaltung (HSM)
Hierarchische Speicherverwaltung (engl. Hierarchical Storage Management, HSM) bezeichnet das automatische Auslagern und Wiederherstellen von längere Zeit nicht benötigten Daten von Festplatte auf Bänder. HSM ist häufig eine Teilfunktion von Netzwerk-Datensicherungssystemen.

Host-I/O-Bus
Der Host-I/O-Bus stellt das Bindeglied zwischen System-Bus und I/O-Bus dar.Wichtigster Vertreter der Host-I/O-Busse ist der PCI-Bus.

Hot Backup
Hot Backup bezeichnet das Sichern einer Datenbank während des laufenden Betriebes.

Hot Spare Disks
In einer RAID-Konfiguration (RAID Array, Intelligentes Disksubsystem) bezeichnet man eine Ersatzfestplatte als Hot Spare Disk.

Hub
Eine für Endgeräte nicht sichtbare Komponente, die die physikalische Verkabelung eines Netzes vereinfacht. In Fibre-Channel-Netzen wird der Ring (physikalisch) der Arbitrated Loop (logisch) zu einer Sternform (physikalisch) vereinfacht.

I/O-Bus
Physikalische Kommunikationsverbindung zwischen Server und Speichergerät, beispielsweise SCSI, Fibre Channel oder iSCSI. Ursprünglich wurden hier parallele Busse eingesetzt wie SCSI oder IDE. Aus historischen Gründen werden serielle I/O-Techniken wie SSA, Fibre Channel oder iSCSI heute oft auch als I/O-Bus bezeichnet.

I/O-Pfad
Der Pfad von CPU und Hauptspeicher über Systembus, Host-I/O-Bus und I/O-Bus zu den Speichergeräten.

IETF
Die Internet Engineering Task Force (IETF) ist das Gremium, das die Protokolle für das Internet standardisiert. Hierzu gehören unter anderem TCP/IP-basierte Protokolle wie FTP, HTTP, NFS, iSCSI, FCIP, iFCP und iSNS.

iFCP
Internet FCP (iFCP), ein neuer Standard mit dem Ziel, die Netzwerkschicht in einem Fibre Channel SAN durch ein TCP/IP-Netz zu ersetzen.

Image Restore
Image Restore bezeichnet die Wiederherstellung eines Servers oder einer Festplatten-Partition (Windows) beziehungsweise eines Volume (Unix) von einer zuvor erzeugten Kopie einer Festplatten-Partition beziehungsweise einer zuvor erzeugten Kopie eines Volume.

In-Band-Management
Von In-Band-Management spricht man, wenn die Verwaltung einer Ressource über die gleiche Schnittstelle erfolgt, über die auch die eigentlichen Daten übertragen werden. Beispiele dafür sind die SCSI Enclosure Services (SES) und die entsprechenden Dienste des Fibre-Channel-FCP-Protokolls.

In-Band-Virtualisierung
Alternative Bezeichnung für »Symmetrische Virtualisierung«.

Incremental-Forever-Strategie
Die Incremental-Forever-Strategie bezeichnet die Fähigkeit eines Netzwerk-Datensicherungssystems, aus fortlaufenden inkrementellen Sicherungen eines Dateisystems den letzten Stand des Dateisystems mittels Datenbankoperationen zu berechnen. Eine vollständige Sicherung des Dateisystems ist nur bei der erstmaligen Sicherung notwendig. Danach erfolgen nur noch inkrementelle Sicherungen. Die Metadaten-Datenbank im Backup-Server hilft bei einer Wiederherstellung des Dateisystems, unmittelbar den letzten Zustand des Dateisystems wiederherzustellen.

InfiniBand
Neue Übertragungstechnik, die den parallelen PCIBus durch ein serielles Netz ablösen soll. Einsatzziele von InfiniBand sind die Interprozesskommunikation, die Client-Server-Kommunikation und die Server-Speicher-Kommunikation.

Instant Copy
Instant Copy bezeichnet die Fähigkeit eines Speichersystems, große Datenbestände innerhalb weniger Sekunden virtuell zu kopieren.

Interner Speicher
Speicher (Festplatten, Bandlaufwerke), der im Gehäuse des Rechners untergebracht ist.

IPFC
IP over Fibre Channel (IPFC), das Protocol-Mapping, das es ermöglicht, ein Fibre-Channel-Netz für IP-Datenverkehr zu nutzen.

IP Storage
Oberbegriff für Speichernetze, die TCP/IP als Übertragungstechnik einsetzen. Beispiele für IP-Storage-Protokolle sind iSCSI und iFCP.

iSCSI
Internet SCSI (iSCSI) ist eine Protokoll-Abbildung von SCSI auf TCP/IP.

iSCSI SAN
Ein Speichernetz, das mit iSCSI realisiert ist.

iSNS
Der Internet Storage Name Service (iSNS) definiert einen Name Service, der von verschiedenen IP-Storage-Standards wie iSCSI und iFCP verwendet wird.

ISL
Der Inter Switch Link (ISL) bezeichnet ein Verbindungskabel zwischen zwei Fibre-Channel-Switchen.

JBOD
Just a Bunch of Disks (JBOD) ist die englische Bezeichnung für ein Disksubsystem ohne Controller.

Jitter
Durch physikalische Einflüsse sind beim Empfänger ankommende Signalschritte nicht immer gleich lang. Dieses Ruckeln innerhalb der Signalfolge wird als Jitter bezeichnet.

Job Scheduler
Komponente eines Netzwerk-Datensicherungssystems. Er steuert, wann welche Daten gesichert werden.

Journaling
Journaling eines Dateisystems beschreibt eine Methode, bei der das Dateisystem Änderungen ähnlich wie bei Datenbanken zunächst in ein Logfile schreibt und erst im Anschluss in den eigentlich Datenbereich einbringt. Journaling verkürzt die Zeit für einen File System Check nach einem Systemabsturz erheblich.

K28.5-Zeichen
Spezielles Übertragungszeichen der 8b/10b-Kodierung, das kein Datenbyte repräsentiert. Das K28.5-Zeichen enthält eine spezielle Bitfolge, die in einer mit der 8b/10b-Kodierung erzeugten Bitfolge auch über Zeichengrenzen hinweg nicht vorkommt. In einem Datenstrom eingestreute K28.5-Zeichen dienen zur Synchronisation von Sender und Empfänger.

LAN
Local Area Network (LAN), ein Datennetz mit geringer geografischer Ausdehnung (maximal mehrere zehn Kilometer).

LAN-free Backup
Sicherungsmethode eines Netzwerk-Datensicherungssystems, bei der der Backup-Client die Daten unter Umgehung des Backup-Servers und des LAN direkt über das Speichernetz auf das Backup-Medium kopiert.

Latenz
Latenz beschreibt die Zeitdauer, die verstreicht, bis auf ein Eingangssignal eine erwartete Ausgangsreaktion sichtbar wird.

Library Partitioning Tape
Library Partitioning unterteilt eine physikalische Tape Library statisch in mehrere logische (= virtuelle) Tape Libraries, die von den angeschlossenen Servern als eigenständige Libraries wahrgenommen werden.

Library Sharing
Beim Tape Library Sharing teilen sich mehrere Anwendungen die Bänder und die Bandlaufwerke einer Tape Library dynamisch.

Link
Physikalisches Verbindungskabel in einem Fibre-Channel-Netz.

LIP
Die Loop Initialization Primitive Sequence (LIP) beschreibt das Verfahren für die Initialisierung einer Fibre Channel Arbitrated Loop. Während des LIP-Verfahrens ist der Datenverkehr auf der Arbitrated Loop unterbrochen.

Loop
Kurzform für Fibre Channel Arbitrated Loop.

LUN
Das SCSI-Protokoll und dessen Ableger wie Fibre Channel FCP und iSCSI adressieren Teilkomponenten eines Gerätes (Target) mittels der Logical Unit Number (LUN). Es hat sich eingebürgert, auch diese Teilkomponenten als LUN zu bezeichnen. Beispiele für LUNs sind von einem Disksubsystem exportierte physikalische oder virtuelle Festplatten sowie die Bandlaufwerke und der Roboter einer Tape Library.

LUN Masking
LUN Masking schränkt die Sichtbarkeit von Festplatten ein, die ein Disksubsystem exportiert. Jeder Rechner sieht nur die Festplatten, die ihm zugewiesen sind. LUN Masking wirkt also als Filter zwischen den vom Disksubsystem exportierten Festplatten und den zugreifenden Rechnern.

LUN Zoning
Alternative Bezeichnung für LUN Masking. Wird gerne im Zusammenhang neuerer Switche verwendet, die Zoning auf Basis von LUNs anbieten und damit LUN Masking im Speichernetz ermöglichen.

MAN
Metropolitan Area Network (MAN), ein Datennetz mit mittlerer geografischer Ausdehnung (maximal mehrere 100 Kilometer).

Managed Hub
Fibre Channel Hub mit zusätzlichen Verwaltungsfunktionen.

Management-Konsole
Zentrale Stelle, von der aus alle Aspekte eines Speichernetzes oder allgemeiner alle Aspekte eines IT-Systems überwacht und verwaltet werden können.

Manchester-Kodierung
Kodierungsverfahren, das bei jedem übertragenen Bit mindestens einen Signalwechsel erzeugt.

Media Manager
Komponente eines Netzwerk-Datensicherungssystems. Der Media Manager verwaltet den Festplattenplatz und die Bänder, auf denen ein Netzwerk-Datensicherungssystem die gesicherten Objekte (Dateien, Dateisysteme, Images) ablegt.

Meta Data Controller (MDC)
Der Meta Data Controller bezeichnet eine Verwaltungs- und Synchronisationsinstanz in einer verteilten Anwendung. Beispielsweise spricht man von dem Meta Data Controller eines Shared-Disk-Dateisystems oder vom Metadaten-Controller der Speichervirtualisierung.

Metadaten-Datenbank
Die Metadaten-Datenbank ist das Gehirn eines Netzwerk-Datensicherungssystems. Sie enthält für jedes gesicherte Objekt etwa folgende Einträge: Name, Ursprungsrechner, Datum der letzten Änderung, Datum des letzten Backups, Name des Backup-Mediums usw.

mFCP
Metro FCP (mFCP) ist eine iFCP-Variante, die im Gegensatz zu iFCP nicht auf TCP, sondern auf UDP aufsetzt.

MIB
Der Begriff Management Information Base (MIB) entstammt dem SNMP-Jargon. Eine MIB ist eine hierarchisch aufgebaute Sammlung von Variablen, die die Verwaltungsmöglichkeiten einer Ressource (Server, Speichergerät, Netzkomponente, Anwendung) beschreibt.

MIB-File
Datei, die eine MIB-Beschreibung enthält.

Mirroring
Spiegelung von Daten auf zwei oder mehr Festplatten (RAID 1).

Multipathing
Multipathing bezeichnet die Existenz mehrerer I/O-Pfade zwischen Server und Speichersystem. Ziele sind die Erhöhung der Ausfallsicherheit durch redundante I/OPfade, die Erhöhung des I/O-Durchsatzes durch die gleichzeitige Nutzung mehrerer I/O-Pfade oder beides zugleich.

Monitoring
Monitoring bezeichnet die Überwachung aller im Speichernetz eingesetzten Ressourcen (Hardware, Netztopologie, Anwendungen).

Nameserver
Generell bezeichnet der Nameserver einen Auskunftsdienst in verteilten Systemen. Im Falle von Fibre Channel verwaltet der Nameserver (hier Simple Name Server) Informationen über alle in einer Fabric angeschlossenen N-Ports wie deren WWPN, WWNN, Node_ID sowie unterstützte Dienstklassen und Anwendungsprotokolle.

NAS
Network Attached Storage (NAS) bezeichnet die Produktkategorie der vorkonfigurierten Fileserver. NAS-Server bestehen aus einem oder mehreren internen Servern, vorkonfigurierter Plattenkapazität und meist einem abgespeckten oder einem speziellen Betriebssystem.

NDMP
Das Network Data Management Protocol (NDMP) definiert die Schnittstelle zwischen dem Client und dem Server eines Netzwerk-Datensicherungssystems. Ziel von NDMP ist es, die Integration von NAS-Servern in ein Netzwerk-Datensicherungssystem zu verbessern und zu standardisieren.

Network Management System (NMS)
Im SNMP-Jargon bezeichnet Network Management System eine Anwendung, die Komponenten mittels des SNMP-Protokolls überwacht und verwaltet.

Netzwerk-Dateisystem
Netzwerk-Dateisysteme sind die natürliche Fortsetzung lokaler Dateisysteme: Endanwender und Anwendungen können über ein Netzwerk-Dateisystem auf Verzeichnisse und Dateien zugreifen, die physikalisch auf einem anderen Rechner, dem Fileserver, liegen. Beispiele für Netzwerk-Dateisysteme sind das Common Internet File System (CIFS), das Network File System (NFS) und das Direct Access File System (DAFS).

Netzwerk-Datensicherungssystem
Netzwerk-Datensicherungssysteme können heterogene IT-Umgebungen mit mehreren tausend Rechnern weitgehend automatisch sichern.

NFS
Network File System (NFS), das ursprünglich von SUN Microsystems entwickelte Netzwerk-Dateisystem, das heute mit allen Unix-Systemen standardmäßig ausgeliefert wird.

NIC
Network Interface Controller (NIC), Network Interface Card (NIC); beides englische Bezeichnungen für Netzwerkkarte.

Off-Site-Lager
Ein Off-Site-Lager ist ein entfernterer Ort, an dem eine zweite Kopie von Daten, die mittels eines Netzwerk-Datensicherungssystems gesichert wurden, gespeichert wird. Die zweite Kopie der Daten im Off-Site-Lager dient zum Schutz vor größeren Katastrophen.

OOM
Object-Oriented Modelling (OOM) ist eine objektorientierte Spezifikationssprache, die zur Beschreibung des Common Information Model (CIM) eingesetzt wird.

Open Systems
Open Systems bezeichnet die Welt der »Nicht-Mainframe-Server«. Zur Open-System-Welt gehören Unix, Windows NT/2000, OS/400, Novell und MacOS. Übrigens umfasst für uns »Unix« auch das Linux-Betriebssystem, das in solchen Aufzählungen manchmal separat aufgeführt wird.

Ordered Set
8b/10b-kodierte Gruppe von vier Wörtern, die mit dem K28.5-Zeichen beginnt.

Out-Band-Management
Das Out-of-Band-Management (kurz Out-Band-Management) bezeichnet die Verwaltung einer Ressource über eine zweite Schnittstelle, die zusätzlich zu dem Datenpfad existiert. Ein Beispiel für Out-Band-Management wäre die Verwaltung eines Fibre-Channel-Switches über einen Ethernet-Anschluss und SNMP.

Out-Band-Virtualisierung
Alternative Bezeichnung für »Asymmetrische Virtualisierung«.

Parity
Parity ist eine binäre Quer- beziehungsweise Prüfsumme. RAID 4 und RAID 5 beispielsweise berechnen und speichern zusätzliche Parity-Blöcke, mit denen nach dem Ausfall einer Festplatte die darauf gespeicherten Daten rekonstruiert werden können.

PCI
Peripheral Component Interconnect (PCI) ist heute die vorherrschende Technik für Host-I/O-Busse.

Point-in-Time Restore
Point-in-Time Restore bezeichnet die Fähigkeit eines Netzwerk-Datensicherungssystems, einen beliebigen früheren Zustand eines Dateisystems wiederherzustellen.

Point-to-Point
Die einfachste der drei Fibre-Channel-Topologien, die lediglich zwei Endgeräte (Server, Speicher) miteinander verbindet.

Port
Ein Port bezeichnet die Anschlussmöglichkeit von Geräten (Server, Speichergeräte, Switche, Hubs usw.) an ein Speichernetz.

Port Login (PLOGI)
Port Login bezeichnet den Aufbau einer Verbindung (Session) zwischen zwei Fibre-Channel-Endgeräten. Port Login tauscht Service-Parameter wie Dienstklasse und End-to-end Credit aus. Es ist zwingende Voraussetzung für weiteren Datenaustausch.

Port-Zoning
Zoning-Variante, bei der die Zonen über Portadressen definiert werden. Port-Zoning wird oft mit dem Hard-Zoning verwechselt.

Prefetch Hit Rate
Prefetch Hit Rate bezeichnet die Erfolgsquote eines Caches für die Einlagerung von Daten aus einem langsameren Speichergerät, bevor eine andere Komponente vom Cache genau diese Daten anfordert.

Private Loop
Eine Fibre Channel Arbitrated Loop, die nicht an eine Fabric angeschlossen ist.

Private Loop Device
Ein Private Loop Device bezeichnet ein an einer Fibre Channel Arbitrated Loop angeschlossenes Gerät, das das Fabric-Protokoll nicht beherrscht. Es ist nicht in der Lage, über einen an der Loop angeschlossenen Fibre-Channel-Switch mit Endgeräten in der Fabric kommunizieren.

Protocol Mapping
Der Fibre-Channel-Standard bezeichnet die Abbildung eines Anwendungsprotokolls wie SCSI oder IP auf die Fibre-Channel-Transportschicht (FC-2, FC-3) als Protocol Mapping.

Process Login (PRLI)
Process Login bezeichnet den Aufbau einer Verbindung (Session) zwischen zwei Prozessen auf der Schicht FC-4 von Fibre Channel.

Public Loop
Eine Fibre Channel Arbitrated Loop, die über einen Switch an eine Fabric angeschlossen ist.

Public Loop Device
Ein Public Loop Device bezeichnet ein an einer Fibre Channel Arbitrated Loop angeschlossenes Gerät, dass zusätzlich zu dem Loop-Protokoll auch noch das Fabric-Protokoll beherrscht. Es kann über einen an der Loop angeschlossenen Fibre-Channel-Switch mit Endgeräten in der Fabric kommunizieren.

Quickloop
Implementierungsvariante der Emulated Loop der Firma Brocade.

RAID
Ursprünglich war RAID die Abkürzung von »Redundant Array of Inexpensive Disks«. Heute steht RAID für »Redundant Array of Independent Disks«. RAID verfolgt vor allem zwei Ziele: Erhöhung der Performance von Festplatten durch Striping und Erhöhung der Ausfallsicherheit von Festplatten durch Redundanz.

RDMA
Remote Direct Memory Access (RDMA) ermöglicht es Prozessen, Speicherbereiche von Prozessen zu lesen oder zu schreiben, die auf einem anderen Rechner laufen. RDMA setzt auf VI auf. RDMA zielt auf die leichtgewichtige und sehr schnelle Interprozesskommunikation innerhalb eines Rechenzentrums ab.

Realtime Data Sharing
Variante des Data Sharing, bei der mehrere Anwendungen gleichzeitig auf dem gleichen Datenbestand arbeiten.

Remote Mirroring
Remote Mirroring bezeichnet die Fähigkeit eines Speichersystems, Datenbestände ohne Beteiligung eines Servers auf ein zweites Speichersystem zu kopieren.

Replikation
Replikation bezeichnet automatische Kopier- und Synchronisationsmechanismen auf Dateiebene.

Roll Forward
siehe Forward Recovery.

RSCN
Die Registered State Change Notification (RSCN) ist ein In-Band-Management-Mechanismus in Fibre-Channel-Netzen, über den registrierte Endgeräte über Statusänderungen von Netzkomponenten und anderen Endgeräten automatisch informiert werden.

SAN
»SAN« steht als Abkürzung für zwei verschiedene Begriffe. Zum einen ist SAN die Abkürzung für »Storage Area Network «. Sehr häufig werden »Storage Area Networks« oder »SANs« mit der Fibre-Channel-Technik gleichgesetzt. Die Vorteile von Speichernetzen können aber auch mit alternativen Techniken wie beispielsweise iSCSI erzielt werden. In diesem Buch verwenden wir den Begriff SAN deshalb nicht alleinstehend. Für allgemeine Aussagen über Speichernetze verwenden wir das deutscheWort »Speichernetz«. Ansonsten geben wir immer die Übertragungstechnik mit an, mit der ein Speichernetz realisiert wird, etwa bei Fibre Channel SAN oder bei iSCSI SAN.
Zum anderen steht SAN als Abkürzung für »System Area Network«. Ein System Area Network ist ein Netz mit hoher Bandbreite und geringer Latenz, das als Verbindung zwischen Rechnern in einem verteilten Computersystem dient. In diesem Buch haben wir die Abkürzung SAN nie in dieser Bedeutung benutzt. Es ist aber zu beachten, dass der VIAStandard die Abkürzung »SAN« in diesem zweiten Sinne benutzt.

SAN Router
Alternative Bezeichnung für eine Fibre-Channel-to-SCSI-Bridge.

SAFS
SAN Attached File System (SAFS), eine alternative Bezeichnung für Shared-Disk-Dateisysteme.

SCSI
Das Small Computer System Interface (SCSI) ist eine wichtige Technik für I/O-Busse. Die parallelen SCSI-Kabel werden zunehmend abgelöst von seriellen I/O-Techniken wie Fibre Channel, TCP/IP/Ethernet und InfiniBand. Das SCSIProtokoll lebt aber in den neuen seriellen Techniken weiter, etwa als Fibre Channel FCP oder als iSCSI.

SES
Die SCSI Enclosure Services (SES) sind eine In-Band-Management-Schnittstelle für SCSI-Geräte.

SDP
Das Socket Direct Protocol (SDP) bildet die Socket-API von TCP/IP auf RDMA ab, so dass auf TCP/IP aufsetzende Protokolle wie NFS und CIFS nicht angepasst werden müssen. Die Nutzer von SDP profitieren sowohl von der Einfachheit des Protokolls als auch von der mit RDMA gewonnenen geringen Latenz und geringen CPU-Last.

Sequence
Sequence beschreibt eine größere Dateneinheit in Schicht FC-2 von Fibre Channel, die in Form von einem oder mehreren Frames vom Sender zum Empfänger übertragen wird.

Server-free Backup
Sicherungsmethode eines Netzwerk-Datensicherungssystems, bei dem die Daten von der Ursprungsfestplatte über das Speichernetz auf das Sicherungsmedium kopiert werden, ohne dass ein Server dazwischengeschaltet ist. Server-free Backup macht sich das 3rd-Party SCSI Copy Command zunutze.

Serverkonsolidierung
Serverkonsolidierung bezeichnet die Ablösung vieler kleiner Server durch einen leistungsfähigeren großen Server.

Serverzentrierte IT-Architektur
In der serverzentrierten ITArchitektur werden Speichergeräte nur an einzelne Server angeschlossen. Speicher existiert immer nur in Abhängigkeit von den Servern, an denen er angeschlossen ist. Andere Server können nicht direkt auf die Daten zugreifen; sie müssen immer über den Server gehen, an dem der Speicher angeschlossen ist.

Shared-Disk-Dateisystem
Shared-Disk-Dateisysteme sind eine Weiterentwicklung lokaler Dateisysteme, bei der mehrere Rechner gleichzeitig über das Speichernetz direkt auf die Festplatten des Dateisystems zugreifen können. Shared-Disk-Dateisysteme müssen zusätzlich zu den Funktionen lokaler Dateisysteme die Schreibzugriffe auf die gemeinsam genutzten Festplatten synchronisieren.

Shared-Everything Cluster
Der Shared-Everything Cluster ist die Clusterkonfiguration, die die meiste Flexibilität und den besten Lastausgleich ermöglicht. Beim Shared-Everything Cluster laufen mehrere Instanzen einer Anwendung auf verschiedenen Rechnern, wobei alle Instanzen nach außen hin gemeinsam die gleiche Dienstleistung erbringen. Eine entsprechende Load-Balancing-Software sorgt dafür, dass alle Instanzen gleichmäßig ausgelastet sind.

Shared-Nothing Cluster
Shared-Nothing Cluster bezeichnet eine Konfiguration aus zwei Servern, in der bei Ausfall eines Rechners der verbleibende Rechner die Aufgaben des ausgefallenen Rechners zusätzlich zu seinen eigenen Aufgaben übernimmt.

Shared-Null-Konfiguration
Die Shared-Null-Konfiguration bezeichnet einen Server oder eine Anwendung, die nicht redundant ausgelegt sind. Fällt der Server aus, so ist die Anwendung nicht mehr verfügbar.

Single Point of Failure
Mit Single Point of Failure bezeichnet man eine Teilkomponente eines Systems, deren Ausfall zu dem Ausfall des gesamten Systems führt. Ausfallsichere Systeme wie Servercluster oder Highend-Disksubsysteme dürfen keinen Single Point of Failure haben.

Skew
Skew bezeichnet das Auseinanderlaufen zusammengehöriger Signale in einem parallelen Bus.

Snapshot
Ein Snapshot bezeichnet eine Instant Copy innerhalb eines Dateisystems oder eines Volume Manager.

SNIA
Storage Networking Industry Association (SNIA), ein Zusammenschluss von Herstellern im Bereich Speicher und Speichernetze.

SNMP
Das Simple Network Management Protocol (SNMP) ist ein Standard, der ursprünglich zur Verwaltung von IP-Netzen entwickelt wurde. Inzwischen ist SNMP ein weitverbreiteter Standard für die Verwaltung von IT-Systemen, der auch für die Verwaltung von Speichernetzen eingesetzt wird.

Soft-Zoning
Soft-Zoning beschreibt eine Zoning-Variante, die sich auf die Auskunft des Name Server beschränkt. Befragt ein Endgerät den Name Server nach anderen Endgeräten im Fibre-Channel-Netz, dann bekommt es nur die Endgeräte mitgeteilt, mit denen es mindestens in einer gemeinsamen Zone liegt. Kennt ein Endgerät allerdings die Adresse eines anderen Gerätes, mit dem es nicht in einer gemeinsamen Zone liegt, so kann es trotzdem mit dem anderen Gerät kommunizieren. Soft-Zoning wird oft mit WWN-Zoning verwechselt.

SoIP
Storage over IP (SoIP), eine Produktbezeichnung der Firma Nishan Technologies. Laut Hersteller sollen diese Produkte zu verschiedenen IP-Storage-Standards kompatibel sein.

Speicherhierarchie
Ein Netzwerk-Datensicherungssystem kann auf dem Backup-Server eine Speicherhierarchie, bestehend aus Disksubsystemen und Tape Libraries, realisieren. Je nach Lastprofil und Performance-Anforderungen kann dann der Einsatz des jeweils technisch und wirtschaftlich sinnvollsten Backup-Mediums automatisiert werden.

Speicherkonsolidierung
Speicherkonsolidierung bezeichnet die Ablösung vieler kleiner Speichersysteme durch ein leistungsfähigeres großes Speichersystem.

Speichernetze
Die Idee von Speichernetzen ist es, die SCSI-Kabel zwischen Servern und Speichergeräten durch ein Netz zu ersetzen, das neben dem bereits existierenden LAN als zusätzliches Netz installiert und überwiegend für den Datenaustausch zwischen Rechnern und Speichergeräten genutzt wird.

Speichervirtualisierung
Unter Speichervirtualisierung (oft auch nur Virtualisierung) versteht man im Allgemeinen die Trennung von Speicher in die physikalische Implementierung in Form von Speichergeräten und in die logische Darstellung des Speichers zur Verwendung durch Betriebssysteme, Anwendungen und Benutzer. Man unterscheidet drei Ebenen von Speichervirtualisierung: (1.) die Virtualisierung innerhalb eines Speichersystems, beispielsweise in einem RAID-Disksubsystem oder einem intelligenten Disksubsystem, (2.) die Virtualisierung als eigene Virtualisierungsinstanz im Speichernetz und (3.) die Virtualisierung auf dem Server durch Hostbus-Adapter, Volume Manager, Dateisysteme und Datenbanken. Weiter unterscheidet man die Granularität der Virtualisierung (Virtualisierung auf Blockebene und Virtualisierung auf Dateiebene), und bei der Virtualisierung im Speichernetz unterscheidet man noch zwischen symmetrischer und asymmetrischer Virtualisierung.

Speicherzentrierte IT-Architektur
Im Gegensatz zur serverzentrierten IT-Architektur existiert in der speicherzentrierten IT-Architektur Speicher völlig unabhängig von irgendwelchen Rechnern. Über ein zwischen den Servern und den Speichergeräten installiertes Speichernetz können mehrere Server direkt auf das gleiche Speichergerät zugreifen, ohne dass dabei zwangsläufig ein anderer Server involviert ist.

SRM
Storage Ressource Management (SRM) bezeichnet die Kategorie der Softwareprodukte, die Speichervirtualisierung und Speicherverwaltung vereinen.

SSA
Serial Storage Architecture, eine zu SCSI alternative I/OTechnik.

SSP
Storage Service Provider (SSP) bezeichnet ein Geschäftsmodell, bei dem ein Dienstleister (der SSP) ein Speichernetz betreibt, das von vielen Kunden genutzt wird. Ursprünglich bestand die Hoffnung, dass sich hierdurch Kostenvorteile ergeben. In der Praxis hat sich dieses Geschäftsmodell nicht bewährt. Es ist aber gut möglich, dass dieser Ansatz mit dem zunehmenden Einsatz der Webarchitektur und so genannten E-Business-Anwendungen in abgewandelter Form eine Renaissance erlebt.

Storage Gateway
Alternative Bezeichnung für eine Fibre-Channel-to-SCSI-Bridge.

Striping
Verteilung von Daten auf zwei oder mehr Festplatten (RAID 0).

Streaming
Das Schreiben großer Datenmengen auf ein Band, wobei die Daten in einem »Rutsch« geschrieben werden.

Support-Matrix
In heterogenen Speichernetzen treffen zahlreiche Komponenten verschiedenster Hersteller aufeinander. Die Hersteller von Hard- und Softwarekomponenten geben in der Support-Matrix an, mit welchen Komponenten anderer Hersteller ihre Komponenten zusammenarbeiten.

Switch
Der Switch ist die Schaltzentrale in Netzen wie Ethernet und der Fibre Channel Fabric. Er realisiert das Routing von Frames und Dienste wie Name Server und Zoning.

Switched Hub
Managed Hub, der zusätzlich die Kommunikation zwischen zwei Endgeräten »kurzschließen« kann, so dass innerhalb einer Fibre Channel Arbitrated Loop mehrere Endgeräte gleichzeitig paarweise miteinander kommunizieren können.

Symmetrische Speichervirtualisierung
Symmetrische Speichervirtualisierung ist die Form der Speichervirtualisierung innerhalb eines Speichernetzes, bei der der Datenfluss zwischen Servern und Speichergeräten zusammen mit dem Kontrollfluss, also der Steuerung der Virtualisierung, durch eine Virtualisierungsinstanz innerhalb des Datenpfades verläuft.

Systembus
Der I/O-Bus in einem Rechner, der unter anderem die CPUs mit dem Hauptspeicher (RAM) verbindet.

Tape Library Partitioning
Tape Library Partitioning (kurz Library Partitioning) unterteilt eine physikalische Tape Library statisch in mehrere logische (= virtuelle) Tape Libraries, die von den angeschlossenen Servern als eigenständige Libraries wahrgenommen werden.

Tape Library Sharing
Beim Tape Library Sharing (Library Sharing) teilen sich mehrere Anwendungen die Bänder und die Bandlaufwerke einer Tape Library dynamisch.

Tape Mount
Das Einlegen eines Bandes in ein Bandlaufwerk.

Tape Reclamation
In einem Netzwerk-Datensicherungssystem befinden sich im Laufe der Zeit auf einem Band immer mehr Daten, die nicht mehr benötigt werden. Mit heutiger Technik ist es schwierig, diese auf den Bändern frei werdenden Lücken mit neuen Daten zu beschreiben. Bei der Tape Reclamation werden die noch gültigen Daten mehrerer solcher Bänder mit Lücken auf ein neues Band kopiert, so dass diese Bänder neu beschrieben werden können.

Target
Das SCSI-Protokoll bezeichnet die an einen SCSI-Bus angeschlossenen Geräte als Target. Beispiele für Targets sind Server, Disksubsysteme und Tape Libraries.

Target_ID
Target_ID bezeichnet die Adresse eines Gerätes (Target), das an einen SCSI-Bus angeschlossen ist.

TCA
InfiniBand bezeichnet die Anschlussstelle eines Servers an ein InfiniBand-Netz als Target-Channel-Adapter (TCA). Die Komplexität eines TCA ist im Vergleich zu einem HCA gering.

TCP/IP Offload Engine (TOE)
Eine Netzwerkkarte, die den TCP/IP-Protokollturm vollständig in Firmware auf der Netzwerkkarte realisiert. TOEs reduzieren die CPU-Last für TCP/IP-Datenverkehr deutlich.

Translated Loop
Implementierungsvariante der Emulated Loop der Firma Inrange.

Trap
Eine Trap ist ein Mechanismus, mit der eine mittels SNMP verwaltete Ressource (oder genauer deren SNMP Agent) ein Verwaltungssystem für Speichernetze oder ein allgemeineres Verwaltungssystem über Zustandsänderungen informiert.

Trap Recipient
Trap Recipient bezeichnet den Empfänger von SNMP-Nachrichten (Traps). Für die Einrichtung eines Trap Recipient wird auf dem SNMP Agent die IP-Adresse des Rechners eingetragen, der die Trap empfangen soll.

Twin-Tailed SCSI-Cabling
Verkabelungsmethode, bei der Speichergeräte zwecks Ausfallsicherheit über einen SCSI-Bus mit zwei Servern verbunden sind.

ULP
Upper Level Protocol (ULP). Anwendungsprotokoll eines Fibre-Channel-Netzes. Beispiele für ULPs sind SCSI und IP.

Unmanaged Hub
Fibre Channel Hub ohne Verwaltungsfunktionen.

VI
Das Virtual Interface (VI) bezeichnet eine Kommunikationsverbindung in der Virtual Interface Architecture (VIA).

VIA
Die Virtual Interface Architecture (VIA) ist eine systemnahe I/O-Technik, die den leichtgewichtigen und schnellen Datenaustausch zwischen zwei Prozessen ermöglicht, die innerhalb eines Rechenzentrums auf verschiedenen Servern oder Speichergeräten laufen.

VI NIC
VI-fähige Netzwerkkarte. Heute existieren VI-fähige Netzwerkkarten für Fibre Channel, Ethernet und InfiniBand.

Virtualisierung
siehe Speichervirtualisierung.

Voice over IP (VoIP)
VoIP bezeichnet die Übertragung von Telefongesprächen über IP-Datennetze.

Volume-Ebene
Modus der Datensicherung, bei dem ganze Volumes als eine Einheit gesichert werden.

Volume Manager
Virtualisierungsschicht im Server zwischen Festplatte und Dateisystem, die mehrere physikalische Festplatten zu einer oder mehreren logischen Festplatten zusammenfassen kann.

WAN
Wide Area Network (WAN), ein Datennetz mit großer geografischer Ausdehnung (mehrere 1000 Kilometer).

WBEM
Das Web Based Enterprise Management (WBEM) ist ein von der Distributed Management Task Force (DMTF) entwickelter Standard zur Speicherverwaltung, der heute als Nachfolger des Simple Network Management Protocol (SNMP) gehandelt wird. WBEM setzt Webtechniken ein. Ein wesentlicher Bestandteil von WBEM ist das Common Information Model (CIM).

Webarchitektur
Weiterentwicklung der Drei-Schichten-Architektur auf eine Fünf-Schichten-Architektur zur flexiblen Unterstützung von Internet- und E-Business-Anwendungen. Dabei zerfällt die Darstellungsschicht in Webserver und in Webbrowser. Und die Datenschicht zerfällt in die Organisation der Daten (Datenbanken, Fileserver) und in den Speicherplatz für Daten (Disksubsysteme).

WWN
Ein World Wide Name (WWN) ist eine 64-Bit-Kennung für eine Fibre-Channel-Komponente, die im Gegensatz zum FCN weltweit eindeutig ist. In der Praxis hat es sich eingebürgert, WWNs und FCNs einfach nur als WWNs zu bezeichnen.

WWN-Zoning
Zoning-Variante, bei der die Zonen über WWNs definiert werden. WWN-Zoning wird oft mit Soft-Zoning verwechselt.

WWNN
Der World Wide Node Name (WWNN) ist die WWN für ein Gerät (Server, Speichergerät, Switch, Director) in einem Fibre-Channel-Netz.

WWPN
Der World Wide Port Name (WWPN) ist die WWN für einen Anschlussport eines Gerätes (Server, Speichergerät, Switch, Director) in einem Fibre-Channel-Netz.

XCOPY
SCSI-Befehl, der das 3rd-Party SCSI Copy Command realisiert.

Zoning
Unterteilung eines Netzes in virtuelle Subnetzwerke, die sich überlappen können.